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WirelessLAN-Fehleranalyse

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Inhaltsverzeichnis

Fehleranalyse

Einkreisen von Fehlerquellen

  • Wie oft tritt der Fehler auf?
  • Tritt der Fehler zu bestimmten Tageszeiten auf?
  • Wann trat der Fehler zum ersten mal auf?
  • Wurden in der letzten Zeit Änderungen am Netzwerk vorgenommen?
  • Wird beim Auftreten des Fehlers eine Fehlermeldung angezeigt?
  • Sind mehrere Computer bei diesem Problem beteiligt?
  • Tritt der Fehler nur an einem bestimmten Standort auf?
  • Sind andere elektrische Geräte kurzzeitig in Betrieb wenn der Fehler auftritt?
  • Funktioniert eine Ping Auswertung und was ergibt diese?

Überprüfung der Verkabelung

Selbstverständlich gibt es in einem kabellosen Netzwerk auch Kabel. Diese sind in einem SOHO-Netzwerk beispielsweise am Router und Kabelmodem zu finden.

Oftmals genügt schon ein Blick auf die LED des jeweiligen Gerätes und eine fehlende Verbindung zu diagnostizieren.

Leuchtet die LED nicht, so ist der Fehler schon auf Zwei Geräte eingekreist. Deswegen sollte dann als erstes das günstigste zuerst überprüft werden: Das Kabel.
Üblich beim Netzwerkkabel sind Litzenbrüche (bei flexiblen Kabeln), bzw. Brüche des gesamten Kabels (Verlegekabel). Gelegentlich ist der Fehler so banal, dass lediglich das Netzwerkkabel einfach nur gesteckt werden muss.

Überprüfung der aktiven Netzwerkkomponenten

Generell sollte, wie bei der Verkabelung, darauf geachtet werden dass die entsprechenden LEDs leuchten. Hierzu gehören besonders die STATUS-LEDs. Leuchten diese nicht, ist das Gerät eingeschaltet, nicht installiert oder gar defekt.
Bei Windows kann generell eingestellt werden ob ein jeweiliges Programm, oder Windows selbst (Wireless Zero Configuration) für die Kontrolle des Funknetzwerkes verantwortlich ist.

Bei einer Neuinstallation kann es hier zu einem durcheinander kommen, weswegen diese Einstellung nachhaltig überprüft werden sollte.

Auswerten der Netzwerkstatistiken

Eine Statistik kann je nach Wireless-Adapter, bzw. -Hardware durchgeführt werden. Hierzu können eine Vielzahl an Programmen genutzt werden. Wichtig ist bei Client-Programmen, dass der Chipsatz von der Software selbst unterstützt wird, so ist es bei manchen Chipsätzen nicht der Fall der z.B. der Monitor Modus (das Gerät also nur auf Empfang umschalten) im Windows unterstützt wird.
Diese Monitoring-Tools liefern auch meist entsprechende Hardware mit, die zum Beispiel auch Spektrum-Analysen des Netzwerkes zulassen.

Selbstverständlich erlauben es auch viele Programme, einen kompletten TCP-Frame auszulesen. Dies ist besonders dann nützlich, wenn man vermutet dass die Geräte, die miteinander kommunizieren sollen, zu weit auseinander stehen oder generell schlecht miteinander kommunizieren. Hierdurch lassen sich auch Rückschlüsse für eine nötige Fragmentierung oder Aktivierung des RTS/CTS-Verfahrens ziehen.

Überprüfung externer Antennen

Mögliche Fehlerursachen bei externen Antennen sind zum Beispiel

  • schlecht konfektionierte Kabel
  • zu lange Kabel
  • zu kleiner Biegeradius (so dass die elektrischen Eigenschaften nicht eingehalten werden können)
  • Feuchtigkeit im Antennenkabel, sofern im Außenbereich genutzt

Wichtig ist auch die Überprüfung der Anschlüsse selbst. So kann es vorkommen dass MMCX-Steckern der Pin abbricht oder aus Versehen durch einen anderen Pin in das Kabel geschoben wird.
Auch ist es nicht vorteilhaft wenn das Kabel zu oft de-/montiert wird. Die Steckgesichter der Kabel werden sich dadurch enorm verschlechtern.

Antennenseitig wird oft das Gigaherz Band unterschätzt, so dass induktive sowie kapazitive parasitäre Störeinflüsse gar nicht beachtet werden.
Auch die Antenne selbst ist nicht fehlerfrei. Hat diese eine falsche Impedanz, so wird der größte Teil der eingespeisten Leistung reflektiert.

Ein zu langes Kabel sorgt für zu hohe Dämpfungswerte, wodurch die Reichweite und Zuverlässigkeit des Netzwerkes drastisch abnehmen. Auch wurde schon verzeichnet dass RG58-Kabel als WirelessLAN-Antennenkabel eingesetzt wurden. Diese Netzwerkkabel haben eine Dämpfung von 1dB/m und würden in der Theorie nur auf wenigen Zentimetern Kabellänge funktionieren.

Bei Richtfunk muss besonders auf die Fresnelzone geachtet werden. Dabei wird auch vergessen, dass es nicht nur um einen direkten Sichtkontakt geht, sondern auch um eine bestimmte Zone drumherum.
Die Fresnelzone muss frei von Hindernissen sein. Hier können auch die Jahreszeiten eine Rolle spielen, wenn im Winter nur die Äste in der Verbindung sind, im Sommer aber diese noch Blätter tragen und somit die Funkstrecke behindern.
Bei der Nutzung von Richtfunk muss die Diversity-Funktion deaktiviert werden, da ansonsten es zu sporadischen Ausfällen kommen kann -wenn du andere Antenne angesteuert wird.

Ping-Verbindungstest

In einem TCP/IP-basierenden WirelessLAN kann das Programm Ping genutzt werden um Verbindungen zu überprüfen.
Beim Ping handelt es sich um ein Diagnosewerkzeug mit dem ein IP-Verbindung zu einer entfernten Sation überprüft werrden kann.
Der Ping-Befehl schickt ein ICMP-Echo-Paket zu einer bestimmten Station und prüft somit die Verbindung.Über das ICMP-Echo wird die entfernte Station aufgefordert ICMP-Antwort-Pakete zurückzuschicken. Dadurch erhält man die Bestätigung dass die Verbindung steht. Zusätzlich dazu gibt das Programm Ping die benötigte Zeit für den Hin-Rück-Weg in Millisekunden aus.
Beispiel für einen Ping-Test via CMD:

Microsoft Windows XP [Version 5.1.2600]
(C) Copyright 1985-2001 Microsoft Corp.
C:\Dokumente und Einstellungen\admin>ping www.heise.de

Ping www.heise.de [193.99.144.85] mit 32 Bytes Daten:

Antwort von 193.99.144.85: Bytes=32 Zeit=21ms TTL=249
Antwort von 193.99.144.85: Bytes=32 Zeit=10ms TTL=249
Antwort von 193.99.144.85: Bytes=32 Zeit=11ms TTL=249
Antwort von 193.99.144.85: Bytes=32 Zeit=11ms TTL=249

Ping-Statistik für 193.99.144.85:
    Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0 (0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
    Minimum = 10ms, Maximum = 21ms, Mittelwert = 13ms


Fehlerquellen


Weiterführende Artikel


Rechtliches

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