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Lichtwellenleiter

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

DIN VDE 0888 Kurzbezeichnung

Beispiel: A- D S F (L)2Ya B2Y 3X2 G 50/ 125 3.5 B 400 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13


1. A - Außenkabel

	AT 	- 	Außenkabel teilbar (Breakout)
 	I 	- 	Innenkabel
 	U 	- 	Universalkabel

2. F - Faser

 	H 	- 	Hohlader, ungefüllt
 	W 	- 	Hohlader, gefüllt
 	B 	- 	Bündelader, ungefüllt
 	D 	- 	Bündelader, gefüllt
 	V 	- 	Vollader

3. S - Metallendes Element in der Kabelseele

4. F - Füllmasse zur Füllung der Verseilräume in der Kabelseele

	Q 	- 	Quellfließ

5. H - Halogenfreier Mantel

 	Y 	- 	PVC - Mantel
 	2Y 	- 	PE - Mantel
 	(L) 	- 	AL-Folienmantel
 	D 	- 	Kunststoffsperrschicht
 	Beispiele:
 	(L) 2Y 	- 	Aluminium/PE - Schichten Mantel
 	(D) 2Y        - PE - Mantel mit Kunstoff - Sperrschicht
 	(ZN) 2Y      - PE - Mantel mit nichtmetallenen Zugentlastungselementen
 	(ZN) B2Y 	 - PE - Mantel mit nichtmetallenen Zugentlastungselementen und Nagetierschutz
 	(L) (ZN) 2Y - Schichten Mantel mit nichtmetallenen Zugentlastungselementen
 	(D) (ZN) 2Y - PE - Mantel mit Kunstoff - Sperrschicht und nichtmetallenen Zugentlastungselementen

6. Y - PolyVenylClorid - Mantel

 	H 	- 	Mantel aus HalogenfreiemCopolymer (FRNC)
 	11Y 	- 	PolyUrethan - Mantel
 	4Y 	- 	Polyamid - Mantel
 	B 	- 	Bewehrung
 	H 	- 	Mantel Halogenfrei
 	BY 	- 	Bewehrung mit PVC - Schutzhülle
 	B 2Y	- 	Bewehrung mit PE - Schutzhülle
 	BH 	- 	Bewehrung mit FRNC-Schutzhülle

7. Anzahl der Fasern bzw. Anzahl der Bündeladern mal Anzahl der Fasern je Bündel

8. G - Gradientenfaser

 	E 	- 	Einmodenfaser
 	S 	- 	Stufenfaser Glas/Glas
 	K 	- 	Stufenfaser Glas/Kunststoff
 	Q 	- 	Quasi-Gradientenfaser Glas/Glas
 	P 	- 	Plastikfaser Kunststoff/Kunststoff

9. Kerndurchmesser in µm

10. Manteldurchmesser in µm

11. Dämpfungskoeffizient in dB/km

12. Wellenlänge B = 850 nm

	  	  	Wellenlänge  	F = 1300 nm

Wellenlänge H = 1550 nm

13. Bandbreite in MHz x 1 km (oder Dispersion in ps/(nm*km)

DIN EN 50173 Mindestreichweiten

Mindestreichweiten nach DIN EN 50173
Bezeichnung Geschwindigkeit Mbps Wellen- länge nm Faser Reichweite in Meter
OM1 62,5/125 OM2 50/125 OM2 opt. MM 50/125 OM3 opt. MM 50/125 OS1 SM 9/125
10 Base F 10 850 2000 2000 2000 2000 x
100 Base SX 100 850 300 300 300 300 x
100 Base FX 100 1300 2000 2000 2000 2000 x
1000 Base SX 1000 850 275 550 750 900 x
1000 Base LX 1000 1300 550 550 2000 550 2000

ITU-T-G.657B Mindestbiegeradius

Diese benötigten Biegeradien für Glasfaserkabel sollten der Norm ITU-T-G.657B entsprechen. Biegeradien sind eine Angabe in Relation zum Kabeldurchmesser. Die Biegeradien bei Glasfaser befinden sich bei ca. dem 10- bis 15-fachen des Außendurchmessers - auch Minimum Bend Radius genannt. Der Mindestbiegeradius gibt den minimalen Radius an, mit dem man ein Kabel anwinkeln kann, ohne seine Funktion zu stören oder zu gefährden. Wenn der Mindestbiegeradius unterschritten wird, kann das Licht aus dem Glaskörpe austreten ( wird bei der "Anzapfung" durch Nichtbefugte häufig verwendet, wobei neuzeitliche Protokolle dieses Überbiegen feststellen und den Datentransfer automatisch stoppen.

Medienkonverter

Medienkonverter dienen dazu, aus z.B. einem Kupferkabel ein Glasfaserkabel zu machen. Hierbei ist es wichtig, die Wellenlänge und die Geschwindigkeitsangaben penibel einzuhalten (Siehe Troubleshoot).

Unsere Medienkonverter haben einen Aufdruck auf der Oberseite, der gleichlautend "Ethernet Media Converter 10/100/1000 Base-TX to 1000Base-FX"'' Die information 1000Base-FX entspricht keiner Norm, sondern stellt dar, dass es sich um FiberX handelt und den Hintergrund hat, dass die Gehäuse mit verschiedenen Innenleben bestückt wird.

  • DN-82120 : 1000 Base SX Fiber <->10/100/1000 CU

DN-82022 und DN-82023

Die beiden genannten Geräte übertragen die Daten über ein Kabel mit SC-Anschluss auf verschiedenen Wellenlängen.

  • DN-82022: TX1310nm RX1550nm
  • DN-82023: TX1550nm RX1310nm

So ist es notwendig, für eine Brücke per Lichtfaser ein dementsprechend für beide Lichtwellen geeignetes Kabel zu verwenden. Sollte eine vorhandene Installation auf nur einer Seite geändert werden, ist darauf zu achten, dass die TX/RX-Werte dementsprechend abgestimmt sind, dass sie kreuzweise agieren können.

Troubleshoot

LWL-Geräte sehen sich nicht

Folgende Dinge sind zu beachten:

  • Beide Geräte müssen die gleich Wellenlänge (nm) haben
  • Beide Geräte müssen die gleiche Bezeichnung haben (z.B. 1000FX und 1000SX passt nicht)
  • Die Kabelqualität muss stimmen/zugelassen sein

Mein Gerät soll laut Beschreibung bis 10KM funktionieren, in der Norm stehen aber nur 2KM

Die Norm bezeichnet die vorgeschriebenen Mindestlängen ( siehe Tabelle oben). Abweichungen nach oben sind jederzeit möglich. Bei einer Nutzung oberhalb der in der Norm vorgeschrieben Länge ist auf ene hohe Qualität der verwendeten Kabel zu achten.

Selbstpolierte Kabel haben schlechte Übertragungswerte

In der Praxis ist es bei Verlegekabeln notwendig, diese zu polieren, um einen vollflächigen, rechtwinkligen Verbund mit den Kupplungen herstellen zu können. Der Grat, auf dem man geht, von einem zu 100% gut poliertem Kabel, zu einem "Überpolieren" ( Kontaktfläche wird matt!) ist sehr klein. Daher ist es notwendig bei dem Poliervorgang regelmäßige Kontrollen zu machen, inwieweit die Güte der polierten Fläche erreicht ist.Ein Matt-polieren ist auch möglich, wenn eine zu hohe Geschwindigkeit beim Poliervorgang erreicht wurde. Alternativ ist ein verschweißen (als Beispiel in einer Spleißbox) zur festen Verbindung von zwei Glasfaserkabeln möglich.

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